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Herstellung von CBD Öl

CBD Öl wird durch Extraktion aus der weiblichen Cannabisblüte gewonnen. Die Abkürzung CBD steht für Cannabidiol, das zu den mehr 120 bekannten Cannabinoiden gehört. In diesem Artikel beschreiben wir, wie die Herstellung von CBD Öl und anderen CBD Produkten. Der US-amerikanische Chemiker Roger Adams s konnte 1942 das erste Cannabinoid, nämlich Cannabidiol, vollständig isolieren. Im Rahmen seiner Forschungen entdeckte er auch Tetrahydrocannabinol. Cannabis gehört zu der Gattung der Hanfgewächse. Hanf wird bereits seit mehreren tausend Jahren als Nutz-, Heilpflanze und Rauschmittel verwendet (siehe dazu die Geschichte von Hanf).

Aus der Cannabispflanze können nicht nur die vielfältigen Cannabinoide hergestellt werden. Der schnell nachwachsende Hanf ist auch ein vielseitiger Rohstofflieferant. Aus seinen Fasern und Samen kann eine breite Palette an Konsumgütern hergestellt werden.

Die Cannabispflanze

Der psychoaktive Anteil von Anteil der Cannabispflanze befindet sich im Tetrahydrocannabinol (kurz THC genannt). CBD Produkte in Deutschland gelten als Nahrungsergänzungsmittel mit einem maximalen Anteil von 0,2% THC. Der THC und CBD Gehalt der Hanfpflanze hängt davon ab, welche Sorte Cannabis verwendet wird. Speziell gezüchtete Cannabispflanzen können bis zu 20% THC enthalten.

Cannabis ist übrigens die lateinische Bezeichnung für Hanf. Aus Cannabis wird Marihuana, Cannabis und Haschisch gewonnen. Marihuana sind die getrockneten Blüten der weiblichen Cannabispflanze. Diese Blüten sind mit feinen Drüsenhaaren bestückt, an den das THC-haltige Harz klebt.

Das konzentrierte, getrocknete und gepresste Harz der Marihuana Blüten wird als Haschisch bezeichnet. Haschisch ist nichts anderes als eine THC Konzentration, die aus den weiblichen Blüten der Hanfpflanze gewonnen wird.

Herstellung von CBD

CBD ist ein Konzentrat, dass aus Teilen der Cannabispflanze gewonnen wird. Bei der Herstellung von CBD Öl muss zuerst CBDa aus der Pflanze extrahiert werden. CBDa ist die Kurzbezeichnung für Cannabidiol-Acid bzw. Cannabidiol-Säure. Die Extraktion erfolgt alternativ:

  • mit überkritischem Kohlenstoffdioxid
  • mittels Alkohol

Decarboxylierung von CBDa

Bei der Decarboxylierung handelt es sich um einen chemischen Zerfallsvorgang, der durch hohe Temperaturen stark beschleunigt wird. Bei der Decarboxylierung wird vom CBDA ein Kohlenstoffdioxid-Molekül (eine sogenannte „Carboxygruppe“) abgespalten. Bei dem übriggebliebenen Molekül handelt es sich dann um das gewünschte CBD. 

Je höher die Temperatur bei der Erhitzung ist, desto schneller geht die Decarboxylierung. Leider gehen bei hohen Temperaturen die wertvollen Terpene verloren. Die Terpene sorgen für den einzigartigen, harzigen Geschmack von CBD.

Extrahierung mit überkritischem Kohlendioxid

Bei dem überkritischen Extraktionsverfahren handelt es sich um ein relativ neues Verfahren. Bei sehr hohen Druck und Temperaturen nehmen Gase einen Zustand ein, bei dem die physikalischen Eigenschaften des Lösungsmittels weder denen des Gases noch denen der Flüssigkeit entsprechen. Dieser Bereich wird als überkritisch bezeichnet. Bei diesem Verfahren wird hauptsächlich Kohlenstoffdioxid (CO2) verwendet.

Kohlendioxyd (CO2) ist überall verfügbar, nicht giftig und lässt sich leicht von den gelösten Stoffen trennen. Deswegen wird er bei der Herstellung von Lebensmitteln und von der Pharmaindustrie gerne eingesetzt. Die Lösungseigenschaften des überkritischen Kohlendioxydhängen von dem Druck und von der Dichte ab. Je höher der Druck ist, dem das Substrat ausgesetzt ist, desto höher ist die Lösungseigenschaft. Durch die Reduzierung des Drucks werden die gelösten Inhaltsstoffe freigegeben.

  • In einem ersten Schritt werden zerkleinerten Pflanzenteile bei einem sehr hohen Druck mit überkritischem CO2 versetzt. Durch diesen Vorgang werden die wertvollen Inhaltsstoffe (Cannabinoide, Terpene, Vitamine, Mineralien, Fettsäuren, etc.) aus den Pflanzenteilen gelöst.
  • Im zweiten Schritt werden Druck und Temperatur gesenkt. Dadurch werden die im CO2 gelösten Inhaltsstoffe freigegeben. In dem gewonnen Extrakt liegt CBD in Form von CBDa (Cannabidiol-Säure) vor.
  • Im dritten Schritt wird die Cannabidiol-Säure mit Hilfe der Decarboxylierung in CBD umgewandelt. Dazu wird CBDa auf die entsprechende Temperatur erhitzt.
  • Im letzten Schritt wird der CBD Extrakt mit Öl gemischt. Die meisten Hersteller verwenden dazu Hanföl, dass aus dem Samen der Cannabispflanze hergestellt wird.

Bei der Extrahierung mit überkritischem Kohlendioxid bleiben die wertvollen Terpene erhalten. Außerdem ist Kohlendioxid ein kostengünstiger Stoff, der auch in der Natur vorkommt. Nach dem Prozess verwandelt sich das Kohlendioxid wieder in Gas und löst sich auf.

Extraktion mittels Ethanol

Diese Extraktionsmethode verwendet ein leichtes Lösungsmittel – am häufigsten Ethanol. Die Verwendung von Ethanol als Lösungsmittel ist effizienter als die CO2-Extraktion, bringt aber einige Nachteile mit sich.

Bei dieser Methode müssen die Blüten und Blätter erst einmal getrocknet werden. Nach der Trocknung werden die Blüten und Blätter der Cannabispflanze zerkleinert. Die klein gehackten Pflanzenteile werden dann mit 95% reinem Alkohol übergossen. Der Alkohol löst die Inhaltsstoffe aus den Pflanzenteilen. Die festen Pflanzenteile werden nach einiger Zeit gefiltert, sodass nur noch der Alkohol mit den Inhaltsstoffen übrig bleibt. Nach verdampfen des Alkohols mittels Destillation, bleiben die Inhaltsstoffe zurück.

Ethanol ist ein Lösungsmittel, das sich mit Wasser vermischt und so verschiedene Stoffe auflöst. Chlоrорhуll ist eine der Verbindungen, die Ethanol zusammen mit dem mit Cannabinoiden gefüllten Öl aufnehmen kann. Das Ergebnis ist ein dunkles Öl mit einem breiigen und grasigen Geschmack. Das Chlorophyll kann mit Hilfe eines Filters aus dem Öl entfernt werden, aber der Filter entfernt auch einen Großteil der Inhaltsstoffe, was zu einem niedrigeren CBD-Produkt führt. Das Ergebnis ist ein sicheres Öl, das eine geringere Qualität hat als ein CO2-getrocknetes Öl.

Hуdrосаrbоn Extraktion

Dieses Extraktionsverfahren wird mit einem leichten Kohlenwasserstoffsulfat durchgeführt, um das Cannabisöl zu extrudieren. Die verwendeten Lösungsmittel sind in der Regel Butan, Pentan, Propan, Hexan, Isopropylalkohol oder Aceton. Diese Kohlenwasserstoffe haben einen niedrigen Siedepunkt.

Diese einfache Methode zur Herstellung von CBD Öl ist mit einer Reihe von Problemen verbunden. Das daraus resultierende Öl hat einen geringeren Gehalt an Mineralien und Spurenelementen wie CBD und einen höheren Gehalt an THC.

Lipid-Extrасtіоn

Eines der am häufigsten verwendeten Verfahren zur Herstellung von CBD Öl ist die Lipidextraktion. Dieses Verfahren nutzt die Fette, oder “Lipide”, um die Verbindungen der Hanfprodukte zu verfestigen und zu vervollständigen. Oft wird dafür Bio-Kokosnuss verwendet.

Herstellerung von CBD Öl

Der CBD Extrakt wird verwendet, um CBD Öl herzustellen. Dazu wird der CBD Extrakt mit Hanföl oder einem anderen Trägeröl gemischt. Die Mischungen enthalten dann 3% bis 20% reines CBD. Einige Hersteller bieten das CBD Öl mit einer stärkeren Konzentration an. In einer Flasche mit 10ml sind etwas mehr als 200 Tropfen Öl enthalten. Ein Tropfen eines 10prozentigen CBD Öls enthält damit ca. 5mg CBD.

INHALTSSTOFFE im CBD Öl

Vollspektrum CBD Öl

Bei der Herstellung von Vollspektrum CBD Öl wird darauf geachtet, dass alle wichtigen Begleitstoffe des CBD erhalten bleiben. Das Vollspektrum CBD Öl enthält:

  • wertvolle Mineralien: u.a. Eisen, Kalium, Calcium, Kupfer
  • Vitamin E und die Vitamine B1 und B2
  • Terpene und Flavonoide
  • die ungesättigte Fettsäuren Omega 3 und Omega 6
  • Carotinoide
  • Chlorophyll
  • Gamma-Linolensäure (GLA)

Diese Stoffe bleiben bei einer schonenden Decarboxylierung von CBD erhalten.

ungesättigte Fettsäuren

Die Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren sind für die Regeneration und Erneuerung der Zellen von großer Bedeutung. Wenn Sie in dem zueinander Verhältnis 3:1 zueinander eingenommen werden, können Sie die volle Wirkung erzielen. Sie wirken entzündungshemmend und können sich positiv auf den Blutdruck auswirken.

weitere Cannabinoide

Das Vollspektrum CBD Öl kann weitere Cannabinoide enthalten. Im einzelnen sind dies:

  • CBC wird eine entzündungshemmende und analgetische Wirkung zugeschrieben. Es wirkt sich auf die Zellerneuerung aus.
  • CBD kann chronische Schmerzen lindern und findet Anwendung bei Migräne, Krämpfen, Arthritis, Entzündungen und Epilepsie
  • CBDA kann gegen Übelkeit helfen und wirkt angeblich gegen Krebszellen
  • MEB ist ein Cannibigerol mit antibakterieller Wirkung
  • CBN wird eine geringe psychoaktive Wirkung zugeschrieben. Es hilft dabei, Angstzustände abzubauen.